Australien Camperlife
Geschafft - Abflug in Zürich und Stop Over in Singapore bevor es 2 Tage später weiter nach Australien geht. Noch einmal Stadtluft und künstliche Welten.

Ankunft in Darwin, AUS! Man spürt sofort, hier ticken die Uhren einfach anders. Alles läuft deutlich gemächlicher und ruhiger. Auch im Verkehr, kein Stress, selbst zu Stosszeiten nicht.
Keine Hektik, alles läuft ruhig. Gut, bei 37° will auch niemand hastige Bewegungen machen.
Dank der angemieteten Air B&B-Wohnung in Nightcliff konnten wir uns entspannt auf den Roadtrip durch das Outback und das Camper leben für die nächsten paar Wochen vorbereiten.

Das Thema Ökologie scheint man hier nur vom Hören sagen zu kennen, Elektroautos sind höchstens in den Städten anzutreffen, aber nur sehr selten. Ladestationen sieht man praktisch keine. Das höchste der Gefühle sind Hybrid Fahrzeuge. Dafür darf man, je nach Ort, lediglich 2 Flaschen Wein pro Person und Tag kaufen. Dies auch nur, wenn man sich ordentlich ausweisen kann.
So überrascht es dann wenig, dass hier alles grösser, breiter, länger, höher und weitläufiger ist. Platz ist genügend vorhanden. Bewegen tut sich hier ohne Fahrzeug niemand.
Wir haben nun die erste Etappe in Australien hinter uns, von Darwin bis Broome. Das sind die ersten 2600 km. Der Grossteil der Strecke verlief durchs Outback. Ein Teil der Strecke waren wir in der Savannen-Strasse Cairns to Broome. Dazwischen liegen die einen und anderen Nationalpärke, meistens in Schluchten wo man auf Wasserfälle stösst oder besondere Gesteinsformationen.

Geprägt sind die Parks durch die Aborigines. Ihre Wandmalereien an Felsen welche die Zeit überdauert haben. Sie zeigen wie die Indigenen damals gelebt, gejagt und sich ernährt haben und finden sich immer wieder in allen Parks. Heute haben sie Kulturzentren, malen und verkaufen Gemälde und Schnitzereien und natürlich, Didgeridoo's, sozusagen das was man am ehesten mit den Abo in Verbindung bringt.

Es war uns von Anfang an bewusst, wir werden in dieser Etappe nicht in alle Parks kommen, das meiste im Nord-Territorium ist nur mit 4x4 zugänglich. In den Kimberleys ist sogar die Zu- und Durchfahrt für 4x4 oder LKWs in bestimmten Jahreszeiten verboten. Die Regenzeit kann ganze Flächen überfluten. Wir sind in der Trocken- und Heiss-Zeit unterwegs und da kann man auch mal einem Buschfeuer begegnen. Dabei bleiben nur die Termitenbauten übrig. Ihnen kann weder Feuer noch Hitze etwas antun. Nebenbei, die Termiten legen den Baustein dafür, welches Holz von den Aborigines für Didgeridoos am liebsten verwendet wird!
In kleinen Etappen a ca 200-250 km alle 2 Tage, sind wir via Kakadu NP, Pine-Creek, Katharine, Timber Creek, Kununurra, Halls Creek, Fitzroy Crossing, Derby (Derby, die nördlichste Stadt an der Westküste für uns) bis Broome gefahren und dabei immer wieder wo möglich Abstecher in die Parks oder Aufenthalte gemacht oder kuriose Museen oder Sammlungen getroffen die man so und dort nicht erwartet hätte. Aber eine willkommene Abwechslung im Outback
Obschon Outback einfach Outback ist, haben wir viele Eindrücke gesammelt, täglich neues gesehen und erlebt. Kein Tag war wie der andere, ein Ereignis jagt das andere. Wer die kleinen Eindrücke und Erlebnisse sehen- und lesen will, findet die Beiträge pro Etappe auf Finde Penguins unter meinem Namen Link: https://findpenguins.com/2l5s1mfpcqety/trip/all-we-have-is-now
Nun geht es schon bald an die zweite Etappe, von Broome nach Perth, mit noch mehr neuen Eindrücken auf die wir uns freuen.
So schön das "in den Tag leben" auch ist, es gibt eine Art Alltag, den müssen wir fern von der Schweiz meistern, was manchmal seine Tücken hat. Was wäre aus euer Sicht denn das Wichtigste auf so einer Reise??
Warme, sonnige und liebe Grüsse aus der Ferne
Cesä & Thesi


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