Australien Etappe II
Die zweite Etappe von Broome bis Perth hat ein ganz anders Gesicht!
Plötzlich und unvorbereitet triffst du mehr Menschen an. Ein eigenartiges Gefühl. Je länger dein Aufenthalt in den Outbackregionen war/ist, umso mehr nimmst du die (mehr)-Menschen wahr
Plötzlich sind dann auch die Campingplätze besser belegt und teilweise, an besonders schönen Orten sind diese sogar bereits ausgebucht!
Wenn wir bis anhin unbesorgt von Ort zu Ort gefahren sind, war nun also wieder etwas mehr Vorausplanung gefragt. Wo schlafen wir in 1 Woche, wie lange wollen wir hier oder dort sein, was schauen wir an, was eher nicht, usw. (Ich gebe zu, das sind wirklich Luxussorgen) Dennoch, sehr schnell gewöhnt man sich daran, gerade mal an Morgen zu denken und nicht weiter, wenn überhaupt. So starteten wir etwas geplanter in die Etappe II, die Westküste, Western Australia
Hier ein paar Worte zu den besonderen Stationen an der Küste
Exmouth
Das UNESCO Weltkulturerbe und Nationalpark "Ningaloo-Reef" ist Heimat von vielen Grossfischen, wie hätte ich das auslassen können!

(Wale, Walhaie, manchmal auch Hammerhaie, Dugongs, Schildkröten, Weisspitzenhaie, Mantas, Delphine und vieles mehr. Die Artenvielfalt ist unglaublich. Speziell die Wale machen da auf ihrer Wanderung ab ca. Mai - Oktober Zwischenhalt, um Ihre Jungen auf die Welt zu bringen, sie kräftig zu machen bis sie soweit sind die Reise Richtung Norden im Oktober weiter zu führen.

Ich habe die Tauchgänge natürlich genossen. Habe es mir geleistet einen Privatguide zu buchen. Ich konnte so, fern & unabhängig von der Tauchgruppe den eignen Tauchgang machen.
Der Mehrwert hat sich bezahlt gemacht.
Das Schnorcheln mit den Grosstieren hingegen, ist kein easy/peasy Spaziergang. Im offenen Meer, Oberflächenströmung, keine Übung darin und Wellengang ist eine grosse Herausforderung. Die Guide's sind nicht zu beneiden, sie tragen eine grosse Verantwortung das keiner unter geht! Auch der Umgang zum Annähern an die Tiere im Wasser ist für die Guides nicht einfach. So mancher Tourist.... egal...
Shark Bay
Etwas südlicher liegt Shark Bay. Ebenfalls ein Naturschutzgebiet und UNESCO W-Kulturerbe. Die Halbinseln erstrecken sich über mehrere 100 km gespickt mit vielen Buchten und flachem Wasser. Tolle Strände prägen das Bild und ziehen magisch die Touristen an. Es ist aber sehr überschaubar mit den Touris! Oder habe ich mich schon daran gewöhnt ??

Denham ist Drehscheiben-Ort für die Hotspots von Shark Bay. Von hier aus ist der Nationalpark im Norden, Monkey Mia im Osten, Shell Beach im Süden und alle Offroad Trips gut erreichbar. Aber der Ort ist offenbar auch ein besonders beliebter Ort für Fischer. Fast jeder der hier anreist hat noch sein Boot dabei und gefühlt 5 Angelruten. Das Treiben an den Stegen zum Ein- & Auswassern der Boote ist entsprechend hoch.
Gegen Abend kann man dann an den eigens für die Fischer zur Verfügung stehenden Putzstellen der Fang des Tages begutachten und meist ein paar Meter daneben dann die Grillplätze.
Was in Exmouth für die Wale und Walhaie gilt, ist hier in Shark Bay für Delphine und Haifische bekannt. Hier werden die Jungtiere in (sozusagen) geschützter Umgebung aufgezogen, das Jagen erlernt bis die Tiere bereit sind für den grossen Ozean. Sie verweilen im flachen Gewässer und scheuen sich nicht auch mal ganz nahe zur Küste zu kommen.

Ich hätte auch hier sehr gerne den einen oder anderen Tauchgang gemacht um das ganze aus der Nähe zu sehen. Allerdings war es terminlich der einzigen Tauchbasis und Anbieter nicht möglich dies für mich zu organisieren. So genossen wir die anderen Schönheiten der Gegend in aller Ruhe

Geraldton

Bei der Anfahrt Richtung Geraldton fährt man an die Pink Lagoon. Die Salzseen haben einen sehr hohen Salzgehalt und durch die Wärme färben sich die vorhandenen rosa Bakterien noch mehr. Das lässt das Wasser an warmen und sonnigen Tagen dann extrem Pink aussehen. Es scheint fast unecht zu wirken aber er ist tatsächlich so, einfach Pink!
Ja, dann spätestens bei der Ankunft in Geraldton wird es deutlich. Es scheint eine der ersten Destinationen von Perth aus zu sein, welche "gäbig" zu erreichen sind. Viele Studios zum Mieten und Wohnungen und auch das Ringsherum auf Badegäste für den Sommer eingerichtet. Der Ort hat aber immerhin über 30'000 Einwohner und ist äusserst gepflegt. Ebenfalls hat der Ort eine schöne Marina Bay und es gibt Wanderrouten durch- und um den Ort. Überhaupt sei erwähnt, entlang der ganzen Westküste wird wie wild gebaut. Es gibt Orte da entstehen ganze Quartiere auf einmal und dies teilweise direkt an der Küste, aber dies nur nebenbei

Die Strandpromenade von Geraldton erstreckt sich über mehrere Kilometer und ist gespickt von Haltemöglichkeiten, Parkplätze und Ausrüstungen zum Picknicken. Das lädt natürlich ein zum flanieren und verweilen. Wovon, wir hatten eher viel Wind und der kühlte das ganze merklich ab.

Die Stadt zeigt aber auch einiges an Geschichte. So erinnern die typischen Bauten und Gebäude an die Kolonialzeit und auch der 2te Weltkrieg ist hier in vielen anderen Küstenorten sehr Präsent. Neuzeit und Historie vereinen sich perfekt im Bild. Die Wege sind kurz und trotz Einwohnerzahl alles gut erreichbar.

An der Gedenkstätte ist ein Wahrzeichen, gewidmet an alle Todesopfer eines Kriegschiffes welches vor der Küste im Kampf gesunken ist. Die daneben liegende Kuppel und das Mauerwerk darum, enthalten die Namen aller Opfer.
Wir haben lediglich 2 Tage hier verbracht. Hatten uns mittlerweile daran gewöhnt, heute ankommen, morgen fahren.
Zu diesem Zeitpunkt dachten wir noch, das ist nun das angewöhnen an die Stadt die uns im Süden erwartet. Das wir völlig daneben lagen, wurde uns später schnell klar ;-)
Cervantes
Der Ort ist nun wirklich nichts besonders, aber für uns der Ausgangspunkt um das Pinnacle Deserts zu besuchen und die angrenzende Hangover Beach. Oft werden diese Orte aber auch als Tagestouren von Perth her angeboten. Dies mag man dann auf dem Highway schnell merken, der Verkehr nimmt stetig zu.
Es ist schon erstaunlich wie diese Pinnacles aus dem Boden ragen und je nach Sonneneinstrahlung ergeben sich hier prächtige Landschaftsbilder durch den gelblichen Sand. Zwischendurch und wenn man gut aufpasst, dann ist auch mal ein Emu oder Kängi unterwegs zu sehen. Dazu müsste man idealerweise am Morgen in der Früh ankommen.

Mit etwas Fantasie lassen sich hier natürlich die Gesteinsbildungen als Figuren erkennen. Einige wurden im Sand dann auch beschriftet um leichter erkennen zu können was damit gemeint ist....

...andere hingehen bedürfen weniger Erklärung und verleiten auch zum schmunzeln. Man kann also gemütlich durch das Desert laufen und sich alle Sehenswürdigen Ausprägungen anschauen und ein eigenes Bild- und Meinung davon machen.
Hier lassen sich aber neben den lustigen Objekten dann auch wunderschöne Bilder machen. Eine Auswahl werde ich später auf der Webseite noch hinterlegen.

Und zu guter letzt dann noch die Sanddünen, die weissen! Es ist einfach faszinierend wie sie sich aus dem nichts erheben und auch im Landesinneren plötzlich als ganze Flächen erscheinen. Und die wandern ja auch. Wind und Wetter lässt den Sand laufen und so wandern die Dünen langsam aber sicher vor sich hin. Da sie sich meist irgendwo aus dem grünen erheben, ist es schwer an sie heran zu kommen. Man muss schon eine Lücke finden
Das Grünzeug, Büsche, Sträucher, Wildwuchs, alles total verdichtet, wäre zwar durchdringbar aber man sollte das tunlichst lassen, sonst kann schon mal eine Schlange sich gestört fühlen. Was hier dann besonders auffällt, ist das ganzheitliche Bild. Ringsherum ist praktisch nur rote oder gelbliche Erde und plötzlich, mittendrin, ein weisser Fleck Sanddüne! Einfach zauberhaft
Perth ist dann unsere nächste Station und das Ende des Camperlife. Etappe II geht zu Ende und Etappe III wartet schon auf uns. Wir freuen uns auf alles was noch kommt.
Und zum Schluss...
Alle Highlights, Fotos und Kurzkommentare zu allen Standorten sind wie üblich auf Finde Penguins unter meinem Namen zu finden; Link: https://findpenguins.com/2l5s1mfpcqety/trip/all-we-have-is-now
Zwischenzeitlich bin ich noch etwas aktiver auf den Sozialen Medien geworden (Instagram, unter dem Namen "wenidezitha" (Habe ja jetzt die Zeit ;-) ) dies erlaubt euch auch mal Ton zu Bild zu erhalten. Manchmal Normal, manchmal mit etwas Schalk. Schön wäre, wenn ihr auch dabei bleibt
Auf Anregungen und Bemerkungen freuen wir uns immer gerne
Cesare & Thesi



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